Woche 25: Nackte Tatsachen ...
Ich hab mal richtig rangeklotzt und meine freie Zeit „sinnvoll“ in der Werkstatt verbracht --- und das bei Minusgraden, ohne funktionierende Heizung.
Mit dem Gedanken an die erste Ausfahrt bei Sonnenschein und genügend heissen Getränken geht´s also ran an die Karosse. Oder viel mehr erstmal an das Drehgestell dafür ...
Mini am Spieß
Zum "Aufspießen" der Karosse hab ich mir schon länger einige Gedanken gemacht und mir das bisschen letztes Hirn zermartert. Langsam fangen meine kleinen grauen Zellen an alle möglichen Pläne zu schmieden um die Konstruktion billig, schnell und haltbar zu gestalten. :) Um sie drehbar in alle Richtungen zu machen und trotzdem wenig Platz zu brauchen, soll es ein Gestell werden, an dem die Karosse mit den Aufnahmepunkten für die Rahmen montiert wird.
Also ran an den Speck! Aller Anfang ist ein simples Vierkantholz, das eigentlich mal als Palette zur Welt gekommen ist.
Und weil mir sämtliche Gerätschaften zur fachgerechten Holzbearbeitung fehlen, hab ich mich kurzerhand für die Elektrokettensäge entschieden. RRRRRRRRRRRRRRRRR, RRRRRRRRRRRRRRRR und schon ist die Sache etwas handlicher:
... mein Geschick am Holz hat sogar noch für Aussparungen gereicht! :) Damit ist schon mal der Grundstein für die Ständerkonstruktion gelegt:
Um das Ganze nochmal zu fixieren hab ich mir erstmal ein paar "Winkel" geschweisst ...
... nicht ganz professionell, aber massiv und "im Winkel" :)
Das Interessante an der Sache: Auch die Flacheisen, die ich für die Herstellung der Winkel verwendet habe, waren mal in Paletten verbaut - das Ständerwerk wird sozusagen ein "Low-Cost-Projekt"
Somit ist auch ein ordentlicher Halt für den senkrechten Ständer möglich. Die schrägen Streben sind unten mit nem gebogenen Versteifungsblech befestigt. Oben habe ich rundrum eine Einfassung gebastelt, an der auch die Befestigung der Strebe angeschweisst ist. Somit sollte das alles ordentlich und ausreichend gegeneinander "gestrebt" sein.
An der Einfassung habe ich ein verzinktes Rohr geschweisst und mit Winkeleisen fixiert. Das hält bombenfest. An nem weitern, etwas kleinerem Vierkantkantrohr habe ich den "Grundträger" der Konstruktion angebrutzelt. Ein Dreieck-Rahmen aus 40er-Vierkantrohr. Somit ist der erste Teil des Gestelles fertig und bereits drehbar.
Dann noch schnell die Haltepunkte am Mini gebrutzelt ...
... und daran die Haltepunkte der Gestellkonstrukion angepasst und schon sieht das so aus:
Sieht irgendwie lustig, oder? *ichschmeissmichweg*
Also gut, nur zum Ansehen sind die Teile ja auch nicht - also ran an den Wagen!
Das heisst ranschrauben ist nicht so das Problem; den Schalter der Hebebühne für´s erste Mal Runterfahren zu betätigen aber schon! Und was für eines!!!!!
Hat aber funktioniert und der Wagen hängt - sogar recht sicher. Auf dem Bild oben sieht man noch die erste Version der "Lagerung". Hier hat das Rohr-in-Rohr-System nicht so 100% funktioniert, weil das innere Rohr etwas kleiner war, deswegen hängt das auch alles so krumm und schief. Ich habe das mit ein paar Lagersitzen verbessert, jetzt sieht das schon besser aus...
Den Dauertest von 24h-Freihängen über der Hebebühne hat das Drehgestell auch schon hinter sich. Ich denke ein erster Drehversuch könnte jetzt gewagt werden .... meine Gedanken schweifen irgendwie ständig zur Massenproduktion ab ............ :)
Also, was soll´s - Augen zu und einmal rum mit der Karre...
GOIL!!!!! Irgendwie krieg ich das fette Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht!!!!!!!
Das haut tatsächlich hin! :)))
Ein Meilenstein – die erste Bestellung!
Zeitgleich mit den letzten Demontagearbeiten ging die erste Ersatzteilbestellung raus. Ich bin schon gespannt auf die Lieferung und hoffe dass sie bald ankommt. Dann steht der Komplettierung der ersten Baugruppen tatsächlich nicht mehr im Weg! Auch wenn ich momentan eher denke ich trete auf der Stelle, ist doch schon einiges geschehen. :)