Woche 15: Sezierung vom Feinsten ...
Um nun konsequent voranzugehen und den „Projekt-Regeln“ zu folgen muss als logischer Schluss diesmal die nächste bereits demontierte Baugruppe – der Motor mit Vorderachsrahmen und Bremsanlage - an die Reihe kommen.
Der liegt schon seit KW 7 bereit und wartet auf die Sezierung.
Den ganzen Ranz der Jahre und die eingebaute minispezifische „Ölkonservierung“ muss erstmal weg. Also rauf auf den Anhänger und ab zur Waschanlage mit dem guten Stück. Mit dem Flaschenzug geht das doch einfacher als mit reiner Muskelkraft - Danke an Stefan! :)
Nach der Behandlung sehen die Teile schon wieder eher nach Schmuckstücken aus – man kann auch ganz gut erkennen, dass wir es nicht wie vermutet mit einem großen Klumpen, sondern einem aus vielen vielen feinen Einzelteilen zusammengesetzten Motor zu tun haben! :) Klasse Sache ...


Trennungsgedanken ...
So, jetzt aber ran an den Speck! Erstmal wird der Motor vom Rahmen getrennt ...

... was sich gar nicht so einfach gestaltet. Sämtliche Verschraubungen, Bolzen und Gelenke sind dermaßen zusammengerostet, dass sie sich nur mit dem Meinungsänderer (Gerät mit schwarz/gelbem Griff im nächsten Bild) und extrem roher Gewalt lösen lassen.

Nachdem die Führungsgelenke gelöst und die Bremsleitungen demontiert sind, lassen sich die Achsschenkel mit Bremssattel und Scheibe von den Antriebswellen abziehen. Das Ganze sieht zwar etwas eigentümlich aus, erscheint mit aber bei den komplett verrosteten Verschraubungen als der Beste Lösungsweg.
Und ab mit dem Teil ...
... jetzt lassen sich auch die Antriebswellen lösen. Mit dem Montiereisen ganz einfach ...
Dann noch die beiden Motorhalten vorne rechts und links vom Rahmen lösen und den Motorknochen (siehe Bild) entfernen ...
... und schon ist der Rahmen vom Motor getrennt.
Was hier so einfach aussieht, hat ungefähr 5 Stunden gedauert. Das lag nicht an meiner Inkompetenz oder fehlendem Werkzeug, sondern einzig und allein an den total vergammelten Verschraubungen. Wenn man sich bei jeder Schraube oder Mutter überlegen muss wie man sie zum "Aufgehen" überreden könnte, zieht einiges an Zeit ins Land. Aber egal - jetz isses ja geschafft. Hier nochmal die Einzelteile:
Mini-Motörchen incl. Getriebe!

Hier kann man die interessante Fahrwerkskonstruktion des Minis, ganz ohne herkömmliche, gewickelte Federn sehen




Pulver oder nicht Pulver?
Die Rahmen wollte ich eigentlich zum Sandstrahlen geben und anschließend Pulverbeschichten lassen. Allerdings wurde mir von verschiedenen Seiten vom Pulverbeschichten abgeraten. Die Beschichtung soll zwar stabil ohne Ende sein, bei Fremdkontakt mit spitzen Steinen oder Ähnlichem aber gerne brechen und abblättern. Lack dagegen ist anscheinend dehnbarer und nicht so anfällig. Ich hab mich zwar schon länger mit dem Thema beschäftigt, was aber die besser geeignete Methode ist, konnte ich nicht rauskriegen.
Bei allen Pro und Contras hin und her werd ich mich aber für die günstigere Methode entscheiden. Ich werde die Rahmen der Vorder- und Hinterachse nach dem Sandstrahlen wahrscheinlich ganz normal mit ner Doppelschicht Füller und anschließend wie alle anderen Teile lackieren. Sollte hier gleich jemand aufschreien weil´s komplett falsch ist - bitte per Kommentar-Funktion melden! :)





